Mazda Motor Corporation – Japanischer Automobil-Hersteller mit Sitz in Fuchū

Mazda Motor Corporation Zentrale in Hiroshima, Japan

Mazda Motor Corporation Zentrale in Hiroshima, Japan (Foto: Mazda Motors Deutschland GmbH)

Mit dem Mut zum Anderssein – Die Geschichte von Mazda

  • Mazda steht seit 1931 für motorisierte Mobilität
  • Seit 1967 exportiert Mazda Fahrzeuge nach Europa
  • Pioniergeist, Innovationsfreude, Qualität – Diese Werte prägen Mazda

Pioniergeist, Innovationsfreude, Qualität – und der Mut zum Anderssein: Diese Werte prägen seit Jahrzehnten das Wirken des japanischen Automobilherstellers Mazda. Das aus dem 1920 gegründeten Korkhersteller Toyo Cork Kogyo Co. hervorgegangene Unternehmen steht seit 1931 für motorisierte Mobilität. Zunächst allerdings nur auf drei Rädern: Denn als erstes Motorfahrzeug läuft am Unternehmenssitz in Hiroshima mit dem Mazda-GO ein Lastendreirad vom Band. Bis zum ersten Modell mit vier Rädern dauert es noch fast drei Jahrzehnte: Nach Krieg und Wiederaufbau beginnt 1960 mit dem Kleinwagen Mazda R360 Coupé die Erfolgsgeschichte des modernen Automobilherstellers Mazda.

Mazda R360 Coupé - Baujahr 1960

Mazda R360 Coupé – Baujahr 1960 (Foto: Mazda Motors Deutschland GmbH)

Schon damals versteht sich Mazda als Unternehmen, das sich nicht mit gängigen technischen Lösungen zufrieden gibt, sondern beim Streben nach dem Optimum gerne die ausgetretenen Pfade verlässt. Nur ein Jahr nach dem Start des Mazda R360 Coupé schließt Mazda mit dem deutschen Hersteller NSU und dem Erfinder Felix Wankel ein Lizenzabkommen über die Nutzung und Weiterentwicklung von Kreiskolbenmotoren. Damit ist der Grundstein für eine technische Innovation gelegt, die nicht nur die Geschichte der Marke bis heute mitprägt, sondern auch exemplarisch für den technologischen Entwicklungsansatz des Herstellers steht.

Mit dem Sport-Coupé Mazda Cosmo Sport 110 S rollt 1967 das weltweit erste Auto mit Zweischeiben-Kreiskolbenmotor auf die Straßen. Bis heute spielt diese Antriebstechnik eine wichtige Rolle – nicht nur als Symbol für die Herangehensweise der Marke, Konventionen zu hinterfragen und Dinge besser zu machen, sondern auch als Innovationstreiber und Technikträger. So zeigt Mazda im Sportwagen RX-8 Hydrogen RE mögliche Zukunftsperspektiven für den Wasserstoff-Wankel-Hybridantrieb, und auf der Tokyo Motor Show 2015 präsentiert Mazda mit der Studie RX-Vision ein mögliches neues Coupé mit Kreiskolbenmotor.

Der Weg nach Europa

In der zweiten Hälfte der 1960er Jahre macht Mazda erste große Schritte im Exportgeschäft: 1967 beginnt der Verkauf in Europa und 1970 in den USA. Auf der IAA 1969 werden erstmals Mazda Modelle für den deutschen Markt präsentiert; bis die Marke dann tatsächlich in Deutschland an den Start geht, dauert es allerdings noch weitere drei Jahre. Die Deutschlandzentrale befindet sich zunächst in Hilden bei Düsseldorf und zieht später an den heutigen Standort in Leverkusen um.

Mazda 1300 - Baujahr 1975

Mazda 1300 – Baujahr 1975 (Foto: Mazda Motors Deutschland GmbH)

Die Aufgabe, die kritischen deutschen Kunden von den Qualitäten der neuen Marke zu überzeugen, fällt zunächst vor allem dem Mittelklassemodell Mazda 616 und dem Kleinwagen Mazda 1000/1300 zu. 1977 folgt mit dem Mazda 323 das erste speziell für Europa entwickelte Modell. Seine Premiere feiert der Mazda 323 in Form eines Triumphzugs: Eine Karawane der Kompakten fährt die 15.000 Kilometer lange Strecke von Hiroshima zur IAA nach Frankfurt. Der Mazda 323 wird meistverkauftes japanisches Auto, hat bis zu drei Monate Lieferzeit und bleibt über mehrere Modellgenerationen hinweg bis zur Ablösung durch den Mazda3 im Jahr 2003 eines der erfolgreichsten Modelle des Herstellers in Deutschland.

Mazda MX-5 - Baujahr 1991

Mazda MX-5 – Baujahr 1991 (Foto: Mazda Motors Deutschland GmbH)

Daneben entwickelt sich der größere Mazda 626 als Nachfolger des Mazda 616 schnell zu einer tragenden Säule des Mazda Erfolgs in Deutschland – nicht allein wegen der Absatzzahlen, sondern auch aufgrund der ausgezeichneten Resonanz bei Medien und Kunden. Der Mazda 626 gewinnt Vergleichstests in den führenden deutschen Fachzeitschriften, wird 1984 von „auto motor und sport“ zur besten ausländischen Limousine in seiner Hubraumklasse gewählt und von den Besitzern für seine hohe Zuverlässigkeit geschätzt. Emotionale Akzente setzen unterdessen der Wankelmotor-Sportwagen Mazda RX-7 und der auf der IAA 1989 gezeigte Mazda MX-5, der schon damals jenes „Zoom-Zoom“ Feeling zum Ausdruck bringt, das erst im neuen Jahrtausend zum bekannten Markenslogan wird.

Mit Zoom-Zoom und Leichtbau ins neue Jahrtausend

Zoom-Zoom steht für emotionales Design, Fahrspaß und auch Nachhaltigkeit – und ist für Mazda ein Symbol des Aufbruchs in ein neues Zeitalter. Mit der Einführung des neuen Mazda6 erfolgt 2002 der Startschuss für eine grundlegende Erneuerung des Modellprogramms, die anschließend mit den Modellen Mazda3 und Mazda2 in den weiteren Segmenten fortgeführt wird.

Mazda2 Sport - Baujahr 2008

Mazda2 Sport – Baujahr 2008 (Foto: Mazda Motors Deutschland GmbH)

Immer wichtiger wird dabei auch das konsequente Streben nach einer Verringerung des Fahrzeuggewichts. Mazda übernimmt auf diesem Gebiet eine Führungsrolle: als Hersteller des Leichtbau-Roadsters Mazda MX-5, der zu dieser Zeit als weltweit meistverkaufter offener Zweisitzer aller Zeiten ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen wird, und auch mit der zweiten Auflage des Mazda2. Der Kleinwagen lässt 2007 mit einer Gewichtssenkung von über 100 Kilogramm aufhorchen – in einer Zeit, in der neue Modelle üblicherweise größer und schwerer als die Vorgänger werden – und wird mit dem Titel „World Car of the Year 2008“ ausgezeichnet.

Die SKYACTIV-Revolution

Die nächste Revolution erfolgt 2012 mit der Einführung des Mazda CX-5. Der kompakte Crossover steht mit seiner Bandbreite neu entwickelter SKYACTIV Technologien für Motor, Getriebe, Fahrwerk und Karosserie sowie mit der neuen Designsprache „KODO – Soul of Motion“ in idealer Form für die Innovationsfreude und Design-Orientierung der Marke.

Mazda CX-5 - Baujahr 2013

Mazda CX-5 – Baujahr 2013 (Foto: Mazda Motors Deutschland GmbH)

Der Mazda CX-5 gehört zu den emotionalsten, am attraktivsten gezeichneten Fahrzeugen im boomenden SUV-Segment – und setzt dank der SKYACTIV Technologien zugleich Maßstäbe bei Handling, Fahrvergnügen und Effizienz. In bester Mazda Tradition steht SKYACTIV dabei vor allem für die Einstellung von Mazda, herkömmliche Sicht- und Denkweisen in Frage zu stellen und durch unkonventionelle Lösungen bemerkenswerte Ergebnisse zu erzielen.

Dem allgemeinen Trend, mit Downsizing und Aufladung Verbrauchserfolge bei Prüfstandsmessungen zu feiern, widersetzt sich Mazda – und denkt stattdessen den kompletten Verbrennungsvorgang neu. Extrem hochverdichtende Benziner, niedrig verdichtende Diesel – was bisher als schwer umsetz- und beherrschbar gilt, gelingt den Mazda Ingenieuren bei den SKYACTIV Triebwerken und führt insbesondere unter realen Fahrbedingungen zu bemerkenswerter Effizienz.

Der Mazda CX-5 avanciert aus dem Stand zum erfolgreichsten Mazda Modell – und prägt die neue SKYACTIV Generation, die neben Modellen wie dem Mazda6 und dem Mazda3 auch den neuen Mazda CX-3 umfasst. Ihm gelingt es auf Anhieb, den Erfolg des Kompakt-Crossovers eine Klasse tiefer bei den B-Segment-SUV zu wiederholen.

Bausteine der Zukunft

Mehr denn je steht Mazda heute für höchste Designqualität und innovative Technik, für Emotionen, Fahrspaß und Effizienz. Besonderen Wert legt Mazda dabei auf das Gefühl der Verbundenheit von Fahrer und Fahrzeug, das mit dem japanischen Begriff „Jinba Ittai“ beschrieben wird. Diese Eigenschaften wird Mazda in den kommenden Jahren durch verschiedene Technologien weiter perfektionieren – etwa durch die neue Fahrdynamik-Regelung G-Vectoring Control, die für präziseres Handling, mehr Fahrkomfort und höhere Fahrstabilität sorgt.

Neben der Weiterentwicklung des KODO Designs und der Sicherheitstechnologien unter dem Überbegriff i-ACTIVSENSE treibt Mazda in Zukunft die Arbeit an hocheffizienten Verbrennungsmotoren voran. Dabei behält auch der Dieselmotor eine globale Bedeutung. Da die SKYACTIV-D Dieselmotoren über sehr niedrige Stickoxid-Rohemissionen verfügen, ist Mazda davon überzeugt, sie mit vertretbarem Aufwand auch für zukünftige Abgasvorschriften weiterentwickeln zu können. Außerdem feiert Mazda mit dem Dieselmotor auch auf dem japanischen Heimatmarkt bemerkenswerte Verkaufserfolge.

Mazda hat durch die Einführung der SKYACTIV Technologie bereits signifikante Verbrauchsreduzierungen der global angebotenen Modellpalette erreicht, ohne auf teure bzw. aufwändige Hybrid- und EV-Technik angewiesen zu sein. So konnte die Effizienz der Flotte bezogen auf 2008 bis 2015 global bereits um 30 Prozent verbessert werden. Bis 2020 strebt Mazda durch die nächste Generation der SKYACTIV Motoren in Kombination mit effizienzsteigernden Systemen wie z. B. dem Bremsenergie- Rückgewinnungssystem i-ELOOP eine weitere Steigerung der Effizienz um 20 Prozent an, also eine Verbesserung von insgesamt 50 Prozent gegenüber 2008.

Darüber hinaus arbeitet Mazda an Systemen zur Elektrifizierung; in Japan ist bietet Mazda bereits eine Hybridversion des Mazda3 mit SKYACTIV-G Ottomotor und Hybridsystem an. Hinzu kommt die Entwicklung eines batterieelektrischen Fahrzeugs. Neben den SKYACTIV Technologien für weniger Verbrauch und Fahrzeuggewicht sind dies weitere Bausteine auf dem Weg zu einer noch effizienteren und nachhaltigeren Mobilität – ohne das Fahrvergnügen zu beeinträchtigen, für das Mazda auf der ganzen Welt bekannt ist.

Kurzportrait

Name: Mazda Motor Corporation
Firmensitz: 3-1 Shinchi, Fuchu-cho, Aki-gun, Hiroshima 730-8670, Japan
Gründung: Toyo Cork Kogyo, gegründet 30. Januar 1920 in Hiroshima;
Produktion des ersten Mazda Fahrzeugs (Dreirad) 1931;
umbenannt in Mazda Motor Corporation 1984
Vorstandsvorsitzender, Präsident und CEO: Masamichi Kogai (seit 25. Juni 2013)
Kapital: 259 Milliarden Yen
Börsennotierung: Tokyo Stock Exchange
Beschäftigte: 40.892 weltweit
Produktionswerke Japan:
  • Hiroshima
  • Hofu
  • Miyoshi
Produktionswerke im Ausland:
  • Mexiko, China, Thailand, Simbabwe, Südafrika, Ecuador
  • Taiwan, Vietnam (zum Teil Montage)
  • Malaysia, Russland (nur Montage)
R&D Zentren:
  • Hiroshima, Japan
  • Yokohama, Japan
  • Irvine, Kalifornien, USA
  • Flat Rock, Michigan, USA
  • Oberursel, Deutschland
  • Shanghai, China
Fahrzeugabsatz: 1,397 Millionen Einheiten
Nettoumsatz: 3,03 Billionen Yen / 21,8 Milliarden Euro**
Betriebsgewinn: 202,9 Milliarden Yen / 1,46 Milliarden Euro**
Nettogewinn: 158,8 Milliarden Yen / 1,14 Milliarden Euro**
Globale Präsenz: Exporte in rund 100 Länder und Regionen weltweit

* Angaben beziehen sich auf das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015
** Umgerechnet mit einem Wechselkurs von 139 Yen/Euro

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Quelle: Mazda Motors Deutschland GmbH