01. Dezember 1990 – Durchbruch beim Bau des Eurotunnels

Am 01. Dezember 1990 erfolgte beim Bau des Eurotunnels  der Durchbruch. Philippe Cozette und Graham Fagg räumten mit Presslufthämmern die letzten paar Meter Kalkgestein ab, die den französischen und den britischen Teil der Röhre noch voneinander trennten. Die beiden Tunnelbaumannschaften trafen sich dort, wo sich heute eine der „Überkreuzungshallen“ befindet, in denen die Züge von einer Hauptröhre in die andere umgeleitet werden können. Damit war es zum ersten Mal seit dem Ende der letzten Eiszeit vor über 13.000 Jahren wieder möglich zu Fuß vom europäischen Festland nach Großbritannien zu gehen. Die beiden Tunnelröhren trafen sich mit einer Abweichung von  35 cm in der Horizontalen und 6 cm in der Vertikalen. Laservermessungen beim Tunnelbau ermöglichten diese geringe Abweichung, bei den Planungen war man von einer maximalen Abweichung von 250 cm ausgegangen.

TGV_TMST_3011-2_-_Sortie_Tunnel_sous_la_Manche_à_Coquelles

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Der 50 km lange Eurotunnel, 38 km verlaufen unter dem Meer,  hat  eine durchschnittliche Tiefe von  40 m unter dem Meeresgrund. Seit Mai 1994 ermöglicht der Eurotunnel den Bahntransport von Personen und Fahrzeugen zwischen Coquelles nahe Calais in Frankreich und Folkestone im Vereinigtes Königreich.  Die Reisezeit  beträgt 35 Minuten, davon 20 Minuten im Tunnel. Im Jahr 2016 wurden rund 10,1 Millionen Passagiere mit dem Eurostar durch den Tunnel  transportiert.

Mehr Informationen über den Eurotunnel:
Wikipedia.org: Eurotunnel
Eurotunnel Webseite (Englisch/Französisch)